Mit dem Tod Helmut Kohls verliert Deutschland den letzten, großen Staatsmann

StaatsmannDen Tod von Bundeskanzler a.D., Helmut Kohl, der am gestrigen 16. Juni im Alter von 87 Jahren in Ludwigshafen verstarb, kommentiert Frauke Petry, Bundesvorsitzende der AfD und Vorsitzende der Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Die deutsche Geschichte ist untrennbar mit Helmut Kohl verbunden. Der ‚Riese aus Oggersheim‘, wie ihn seine Bewunderer gerne und oft bezeichneten, war der Wegbereiter für die deutsche Einheit. Als in den Systemen der beiden benachbarten Staaten noch von beidseitiger Koexistenz und Zweckgemeinschaften die Rede war, hatte Helmut Kohl bereits die Vision eines geeinten Deutschlands im Blick. Indem Honeckers Regime schließlich 1989 der friedlichen Revolution der DDR-Bürger weichen muss, erkennt er die historische Chance. Der ‚Kanzler der Einheit‘ hat mit dem unbeirrbaren Verfolgen seines Traums die politische Landschaft in Europa für immer verändert. Dafür bin ich, sind die Deutschem ihm auf ewig dankbar.

Auch die Versöhnung mit dem einstigen Erbfeind Frankreich war von Anfang an ein eminenter Eckpunkt seines politischen Selbstverständnisses. Die Handreichung mit Francois Mitterand auf den ehemaligen Schlachtfeldern von Verdun war nicht nur eine bloße Geste. Sondern das tiefe Wissen um die Notwendigkeit der deutsch-französischen Freundschaft.

Ich verneige mich vor diesen Leistungen und einem Menschen, der stets gesamtdeutsch dachte und handelte. Die Welt, Europa und unser Land verliert einen großen, den letzten deutschen Staatsmann.“

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